InhaltProzessbegleitende gerichtsnahe MediationEine Möglichkeit zur Streitbeilegung während eines bei Gericht bereits anhängigen Verfahrens
Prozessbegleitende gerichtsnahe Mediation ist ein gemeinsames Projekt der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf und mehrerer Anwaltsvereine im Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf, das im Bezirk des Landgerichts Wuppertal im September 2010 begonnen hat. Es ist ein freiwilliges, ergebnisoffenes Verfahren zur Lösung von Konflikten, bei denen es bereits zum Prozess gekommen ist.
Ein Anwaltsmediator unterstützt die Konfliktparteien in einer nicht öffentlichen Verhandlung dabei, gemeinsam eine faire, einvernehmliche, selbstverantwortliche und für alle Parteien tragbare Lösung zu entwickeln. Mit Hilfe einer besonderen Gesprächsführung werden die Interessen und Bedürfnisse beider Parteien herausgearbeitet und der Lösungsfindung zugrunde gelegt.
Zur Mediation kommt es in der Regel auf Empfehlung des Gerichts. Aus einer bei der Rechtsanwaltskammer Düsseldorf geführten Liste schlägt das Gericht einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin als Mediator bzw. Mediatorin vor. Die Mediatoren haben eine einschlägige Ausbildung absolviert und verfügen über Praxiserfahrung.
Im Rahmen der Einführungsphase dieses Konfliktlösungsansatzes im Landgerichtsbezirk Wuppertal haben sich die beteiligten Anwaltsmediatoren und -mediatorinnen bereit erklärt, über einen Zeitraum von zwei Jahren für ein symbolisches Entgelt von lediglich 1,00 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer zu arbeiten. Nach Projektende (ab Oktober 2012) soll die Mediatorentätigkeit auf Basis eines Zeithonorars abgerechnet werden.
Das Grußwort von Herrn Justizminister Thomas Kutschaty anlässlich des Starts des Projekts am 20.09.2010 finden Sie hier
Weitere Informationen zur prozessbegleitenden gerichtsnahen Mediation finden Sie auf den Internetseiten des Anwaltsvereins Wuppertal |
Zusätzliche Informationen |
© Der Präsident des Landgerichts Wuppertal, 2012